Erhebliche Verluste auf russischer Seite in Sjewjerodonezk


Das zerstörte Eisstadion in Sjewjerodonezk. (Quelle: Serhiy Haidai/Telegram)

Melnyk will Klarheit über Zeitpunkt von Waffenlieferungen

1 Uhr: Die Ukraine hat noch keine Auskunft aus Deutschland bekommen, wann ihr die jüngst von der Bundesregierung zugesagten Waffen zum Abwehrkampf gegen die russische Invasion geliefert werden. Es gebe bisher keinerlei Klarheit, wann die Mehrfachraketenwerfer Mars aus Beständen der Bundeswehr übergeben werden, sagte der Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, dem “Tagesspiegel” (Online).”Wir erwarten, dass die Ampel dieses Versprechen zügig erfüllt, weil unsere Truppen dieses Waffensystem am dringlichsten brauchen, um die ukrainische Zivilbevölkerung vor barbarischen Angriffen Russlands zu schützen.” Man müsse dringend die “enorme militärische Überlegenheit” Russlands brechen.Zudem reiche eine Einheit vom Luftabwehrsystem Iris-T nicht. Die Ukraine brauche mittelfristig mindestens zehn weitere solche Systeme samt Munition, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken. “Das könnte zum Game-Changer werden. Es wäre ein Präzedenzfall, wenn Deutschland zum ersten Mal keine alten, sondern wirklich moderne schweren Waffen liefert.”Andrij Melnyk bei einer Ausstellung im Bundestag (Archivbild): Der ukrainische Botschafter fragt, wann denn die deutschen Waffen geliefert werden. (Quelle: Christian Spicker/imago-images-bilder)

Macron sichert Ukraine weitere schwer Waffen zu

23 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat der Ukraine bei Bedarf die Lieferung weiterer schwerer Waffen für ihren Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg zugesichert. In einem Telefonat mit dem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe Macron betont, dass sein Land weiter an der Seite der Ukraine stehe, teilte der Élyséepalast am Donnerstagabend in Paris mit.Macron habe Selenskyj nach den Bedürfnissen in Bezug auf militärische Ausrüstung, politische und finanzielle Unterstützung sowie humanitäre Hilfe gefragt. Außerdem habe er sich über die jüngsten Entwicklungen vor Ort informiert. Frankreich hat der Ukraine bereits rund ein Dutzend Caesar-Haubitzen geliefert und ukrainische Soldaten in Frankreich in der Bedienung der Geschütze trainiert. Die auf Lastwagen montierten Caesar-Geschütze mit einem Kaliber von 155 Millimeter können Ziele bis auf eine Entfernung von 40 Kilometern präzise treffen.

Gouverneur: Erhebliche Verluste auf russischer Seite in Sjewjerodonezk

22 Uhr: Die russischen Truppen erleiden ukrainischen Angaben zufolge beim Kampf um die strategisch wichtige Stadt Sjewjerodonezk erhebliche Verluste. “Die Russen haben wesentlich mehr Verluste als die Ukrainer”, teilte der Luhansker Gouverneur Serhij Hajdaj am Donnerstag bei Facebook mit. Das Verhältnis liege “bei eins zu zehn”. Zu ukrainischen Verlusten könne er keine Angaben machen.Die russische Armee habe die Überreste von Einheiten aus der Teilrepublik Burjatien im Fernen Osten Russlands abgezogen, meinte Hajdaj. “Sie sterben wie die Fliegen.” Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.