
USA: Russland will Beweise für Raketenangriff auf Gefängnis fälschen
22.11 Uhr: Die USA gehen davon aus, dass Russland den Angriff auf ein Gefängnis mit ukrainischen Kriegsgefangenen der Ukraine in die Schuhe schieben will. Man rechne damit, dass Vertreter Russlands Beweise fälschen würden, sagt der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby. Russland hat Experten der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes eingeladen, den Beschuss eines Gefängnisses zu untersuchen, bei über 50 Kriegsgefangene getötet wurden. Russland macht die Ukrainer für einen Raketenangriff auf das Gefängnis im Ort Olenikowa verantwortlich, der in der von pro-russischen Separatisten kontrollierten Region Donezk liegt.
Gazprom fackelt offenbar gezielt Gas in Russland ab
21.54 Uhr: Der russische Staatskonzern Gazprom fackelt offenbar einen Teil des Gases, der eigentlich nach Deutschland geliefert werden sollte, ab. Das berichtet die Zeitung “Welt”. An der Verdichterstation im russischen Portovaya bei Sankt Petersburg ist demnach Feuer zu sehen; dort befindet sich der Startpunkt der Pipeline Nord Stream 1. Zuerst hatte die finnische Nachrichtenseite “Yle” Fotos veröffentlicht, die die lodernde Flamme zeigen soll. Die Echtheit der Aufnahmen ließ sich zunächst nicht überprüfen. “Welt” berichtet, dass Daten der Nasa zeigten, dass seit dem Tag, an dem erstmals die Liefermengen für Deutschland gedrosselt wurden, durchgehend größere Feuer auf dem Gelände der Nord-Stream-1-Station zu sehen sind.Gazprom liefert inzwischen nur noch 20 Prozent der möglichen Kapazität nach Deutschland. Der Konzern begründet dies mit angeblich fehlenden Turbinen, die Bundesregierung hat diese Darstellung mehrmals zurückgewiesen und sieht eine politische Motivation.Die Flammen könnten dem Bericht zufolge darauf hinweisen, dass die Gas-Drosselung auch für Russland Folgen hat – wenn die nicht gelieferten Mengen offenbar nicht an andere Kunden weiterverkauft werden können, sondern verbrannt werden müssen.
Nordmazedonien gibt offenbar Kampfflugzeuge an Ukraine zurück
21.11 Uhr: Das Nato-Mitglied Nordmazedonien hat der Ukraine Presseberichten zufolge neben Panzern auch vier Kampfflugzeuge des sowjetischen Typs Suchoi Su-25 übergeben. Das Verteidigungsministerium in Skopje wollte die Lieferung weder bestätigen noch dementieren, wie das Portal MKD am Donnerstag berichtete. Es handele sich dabei um vier Su-25, die Nordmazedonien 2001 von der Ukraine gekauft hatte. Damals gab es in dem Balkanland einen bürgerkriegsähnlichen Konflikt mit albanischen Bewaffneten. Die Erdkampfflugzeuge seien dabei mehrmals eingesetzt worden, hieß es. Seit 2003 standen sie eingemottet zum Verkauf. Nordmazedonien hat der Ukraine auch Panzer sowjetischer Bauart T-72 abgetreten.
Türkei: Drei weitere Schiffe mit Getreide laufen am Freitag von Ukraine aus
20.10 Uhr: Drei weitere Schiffe mit Getreidelieferungen werden nach türkischen Angaben am Freitag von der Ukraine auslaufen. Dank der “intensiven Arbeit” des in Istanbul eingerichteten Koordinationszentrums für die Getreideexporte sei für Freitag die Abfahrt von drei Schiffen geplant, teilte am Donnerstagabend der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar laut der Nachrichtenagentur Anadolu mit.