Bei Bachmut erzielen die Ukrainer wohl Fortschritte


Tag 586: London will Soldaten auch in der Ukraine ausbilden. Die SPD kritisiert Putins hybride Kriegsführung. Alle Infos im Newsblog.

Hier erzielen die Ukrainer wohl Fortschritte

09.10 Uhr: Die Ukraine hat bei ihrer Gegenoffensive offenbar weitere Fortschritte erzielt. Das berichtet das Institute of the Study of War (ISW) unter Berufung auf geolokale Aufnahmen vom 30. September und 1. Oktober. Demnach setzten die ukrainischen Streitkräfte ihre Gegenoffensive bei Bachmut fort und erzielten bestätigte geringfügige Fortschritte, etwa östlich und nordöstlich von Andriivka (10 km südwestlich von Bachmut).Das russische Verteidigungsministerium bestritt die Fortschritte. Demnach seien ukrainische Angriffe in der Nähe von Klischtschijiwka (7 km südwestlich von Bachmut), Andriivka und Kurdjumiwka (13 km südwestlich von Bachmut) abgewehrt worden.Wie das ISW berichtet, setzten die russischen Streitkräfte ihre Offensivoperationen in der Region fort, erzielten jedoch keine bestätigten Erfolge. Der Sprecher der ukrainischen Ostgruppe der Streitkräfte, Ilja Jewlasch, erklärte, dass die russischen Streitkräfte über 10.000 Mann in Bachmut konzentriert hätten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Experten: Wagner-Einheiten sind mögliche Gefahr für Ukraine

9.05 Uhr: Westliche Militärexperten sehen in einer Wiederbelebung der russischen Privatarmee Wagner unter Kontrolle des Machtapparats in Moskau eine mögliche neue Bedrohung für die Ukraine. Wagner könne als geeinte und große Formation mit militärischer Ausrüstung unter Kontrolle der russischen Nationalgarde oder des Verteidigungsministeriums zur Gefahr werden für Kiew, hieß es in einer vom US-Institut für Kriegsstudien (ISW) veröffentlichten Analyse. Frühere Einschätzungen, dass die Armee nach dem Tod ihres Chefs Jewgeni Prigoschin keine Gefahr sei, müssten korrigiert werden.Die ISW-Experten verwiesen auf Wagner-nahe Quellen, nach denen etwa auch Prigoschins Sohn Pawel die Führung der Einheiten übernehmen könne. Demnach soll Pawel Prigoschin mit der Nationalgarde verhandeln, die der Präsidialverwaltung untersteht und über eigene Kampftechnik verfügt. Gleichwohl müssten Waffen, Munition und Logistik vom Verteidigungsministerium bereitgestellt werden, hieß es.Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den früheren Wagner-Funktionär und Mitbegründer der Armee, Andrej Troschew, in der vergangenen Woche im Kreml empfangen und mit der Bildung von Freiwilligen-Einheiten beauftragt. Putin hatte auch betont, dass die Verbände vor allem im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden sollen. Unter Prigoschin hatte die Armee immer wieder Gebiete erobert in dem Nachbarland, darunter die Stadt Bachmut in der Ostukraine.

London: Russische Marineflieger gewinnen an Bedeutung

9 Uhr: Die russischen Marineflieger gewinnen im Krieg gegen die Ukraine nach britischer Einschätzung zunehmend an Bedeutung. Russland nutze auch angesichts ukrainischer Angriffe auf die russische Marine die Seeluftstreitkräfte beim Versuch, den Nordwesten des Schwarzen Meeres zu kontrollieren, teilte das britische Verteidigungsministerium am Montag mit.Hauptaufgabe sei vermutlich, die frühzeitige Identifizierung von Drohnenbooten, mit denen die Ukraine zuletzt immer wieder russische Schiffe attackiert hatte. Dazu nutzten die Marineflieger vor allem Amphibienflugzeuge vom Typ Be-12 Tschaika (Nato-Code: Mail). Angriffe würden mit Bombern des Typs Suchoi Su-24 geflogen, darunter zuletzt einer auf die strategisch wichtige Schlangeninsel im Westen des Schwarzen Meeres.Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

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