
Generalstab: Russische Truppen formieren sich neu
0.15 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs gab es am Dienst schwere Luftangriffe auf die Stadt Sjewjerodonezk. Die Kämpfe dort gingen unvermindert weiter. Auch Seiten der Angreifer würden Hubschrauber eingesetzt. Teile der zivilen Infrastruktur in Sjewjerodonezk und umliegenden Städten und Dörfern seien zerstört. Die russischen Truppen würden sich derzeit umgruppieren und sich verstärken.
Selenskyj-Berater: Wollen kein weiteres Minsk-Abkommen
0.02 Uhr: Ukraines Präsidentenberater Oleksiy Arestovych weist vor dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi einen möglichen Friedensplan nach dem Vorbild der Minsker Vereinbarung zur Befriedung der Ost-Ukraine zurück. “Ich fürchte, sie werden versuchen, ein Minsk III zu erreichen. Sie werden sagen, dass wir den Krieg beenden müssen, der Ernährungsprobleme und wirtschaftliche Probleme verursacht, (..) dass die Russen Fehler gemacht haben, dass wir ihnen verzeihen müssen und ihnen eine Chance geben müssen, in die Weltgesellschaft zurückzukehren”, sagt Arestovych der Zeitung “Bild”. Das sei ein Problem für die Ukraine.Das Minsker Friedensabkommen wurde 2015 in der Hauptstadt von Belarus im sogenannten Normandie-Format von Russland, Ukraine, Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Im Wesentlichen ging es darum, den Bürgerkrieg in Luhansk und Donezk zu beenden. Die Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig vor, das Abkommen nicht zu respektieren.
UN: Russland soll Adoptionen ukrainischer Kinder stoppen
23.57 Uhr: Die Vereinten Nationen haben Russland aufgefordert, Adoptionen ukrainischer Kinder zu unterlassen. “Wir bestehen immer darauf, dass während eines Konflikts kein Kind zur Adoption freigegeben wird”, sagte Afshan Khan, Regionalbeauftragte für Europa und Zentralasien des Kinderhilfswerks Unicef, am Dienstag in New York. Die Kinder sollten immer zu ihren Familien zurückgebracht werden.Die Entscheidung, ein Kind umzusiedeln, müsse immer auf dessen Wohl ausgerichtet sein, führte Khan aus. Auch brauche es immer die Zustimmung der Familie. Kinder, die infolge einer Notsituation von ihren Familien getrennt wurden, “können nicht als Waisen betrachtet werden”, betonte sie.
Selenskyj will mehr Raketenabwehrsysteme
23.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ausländische Partner um die Lieferung moderner Raketenabwehrwaffen gebeten. Es werde in dieser Woche eine Reihe wichtiger Verhandlungen dazu geben und zwar nicht nur mit europäischen Politikern, kündigte er in Kiew an, ohne Details zu nennen. Selenskyj verwies darauf, dass die Ukraine bei russischen Angriffen am Dienstag zwar einige Raketen habe abschießen können, aber nicht alle.
Nato-Chef für Lieferung weiterer schwerer Waffen
22 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich für weitere Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen. “Ja, die Ukraine sollte mehr schwere Waffen haben”, sagte der Norweger am Dienstag in Den Haag. “Denn davon sind sie absolut abhängig, um sich gegen die brutale russische Invasion zu wehren.”
Finnland befürchtet Stocken bei Nato-Beitritt
20.41 Uhr: Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin befürchtet ein Stocken der Nato-Beitrittsverhandlungen Finnlands und Schwedens, wenn bis zum Gipfeltreffen der Allianz Ende Juni in Madrid keine Einigung mit der Türkei erzielt wird. “Ich denke, es ist wichtig, dass wir in dieser Frage vorankommen”, sagte Marin am Dienstag bei einem Besuch in Schweden vor Journalisten. “Wenn wir diese Probleme vor Madrid nicht lösen, riskieren wir, dass die Situation einfriert.”