E-Mails von Olaf Scholz durchsucht


Mails, Kalendereinträge und Anhänge: Im Zuge der Ermittlungen zur Cum-Ex-Affäre ist auch ein E-Mail-Postfach von Bundeskanzler Scholz durchsucht worden. Nach einem Medienbericht über einen großen Bargeldfund, der möglicherweise mit dem Cum-Ex-Skandal zusammenhängt kommen nun weitere Details ans Licht: Ermittler haben offenbar auch E-Mails von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) durchsucht. Das berichtete das “Hamburger Abendblatt“ am Montag unter Berufung auf Unterlagen, die Mitgliedern des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Hamburg vorliegen.Die Kölner Staatsanwaltschaft habe E-Mails, Kalendereinträge und Anhänge seit dem 1. Januar 2015 durchforstet. Der Durchsuchungsbeschluss zu dem Postfach “olaf.scholz@sk.hamburg.de” sei am 30. März 2022 erlassen worden. Es handele sich dabei um das Postfach aus Scholz’ Zeit als Bürgermeister in Hamburg.Die Durchsuchung soll im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal stehen: Die “Bild”-Zeitung hatte am Wochenende berichtet, dass in einem Schließfach des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs bis zu 200.000 Euro gefunden worden seien. Die Herkunft des Geldes ist unklar. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Hebestreit, sagte dem “Hamburger Abendblatt” am Montag, ihm sei von der Durchsuchung der Scholz-Mails nichts bekannt. “Es gibt auch nichts zu verbergen.” Scholz habe nichts von der Bargeldsumme in Kahrs Bankschließfach gewusst, sagte Hebestreit.

Setzte sich Kahrs für Warburg-Bank ein?

Die Staatsanwaltschaft Köln hatte im September das Haus von Kahrs durchsuchen lassen. Laut dem neuen “Bild”-Bericht durchsuchte sie damals auch ein Schließfach bei einer Bank. Dort sei die hohe Bargeldsumme gefunden worden. Dies werte die Staatsanwaltschaft offenbar als Indiz dafür, dass Kahrs sich möglicherweise für die Hamburger Warburg-Bank eingesetzt habe, um diese vor hohen Steuerrückzahlungen zu bewahren, schreibt die Zeitung weiter.