
Die israelische Armee rechnet mit hohen Verlusten auf der eigenen Seite. Mindestens 212 Menschen soll die Hamas als Geiseln halten. Alle Infos im Newsblog.
Das Wichtigste im Überblick
Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas besetzten Gazastreifen an. Dieser Liveblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:
Zweiter Konvoi bringt Hilfsgüter aus Ägypten in den Gazastreifen
15.07 Uhr: Die Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen gehen in sehr kleinen Schritten voran. Ein zweiter Konvoi aus 17 Lastwagen fuhr am Sonntag von Ägypten aus in den Transitbereich der gemeinsamen Grenze, um dringend benötigte Hilfsgüter in die Küstenenklave zu bringen, wie der Ägyptische Rote Halbmond mitteilte und wie auf Bildern im staatlichen Fernsehen zu sehen war. Die Laster haben demnach unter anderem Arzneimittel, Essen und andere Hilfsgüter geladen. Weitere 155 Lastwagen mit etwa 3.000 Tonnen Gütern warteten nach wie vor auf Durchfahrt.Am Samstag hatte die Lieferung von Hilfsgütern aus Ägypten für die Menschen im Gazastreifen begonnen – die erste Lieferung dieser Art seit Beginn des Kriegs zwischen der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas und Israel. Geliefert wurden mit 20 Lastwagen unter anderem Arzneimittel, Essen und andere Hilfsgüter.Die Türkei schickte unterdessen ein Flugzeug mit 20 Ärzten sowie Arzneimitteln nach Ägypten, wie der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilte.
Netanjahu warnt Hisbollah vor der Eröffnung einer Front gegen Israel
14.35 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnt die libanesische Hisbollah-Miliz vor der Eröffnung einer Front gegen Israel. Wenn die Hisbollah in den laufenden Krieg eintrete, werde Israel mit unvorstellbarer Härte reagieren und Verheerungen im Libanon anrichten, erklärt Netanjahu israelischen Angaben zufolge bei einem Treffen mit israelischen Einheiten nahe der libanesischen Grenze.
Papst zu Gaza-Krieg: “Brüder, hört auf!”
14.30 Uhr: Papst Franziskus hat nach zwei Wochen neuem Gaza-Krieg an alle Seiten appelliert, die Waffen schweigen zu lassen. “Brüder, hört auf! Hört auf!”, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in seinem Sonntagsgebet auf dem Petersplatz. “Jeder Krieg in der Welt ist eine Niederlage. Jeder Krieg zerstört die menschliche Brüderlichkeit.” Ausdrücklich bezog er sich damit auch auf den Konflikt in der Ukraine, den er als “Martyrium” bezeichnete. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert inzwischen bereits 20 Monate.Abermals forderte Franziskus von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auch die Freilassung aller Geiseln. Zudem äußerte er sich besorgt über die “schwierige humanitäre Lage” im Gazastreifen. Die Hamas hält in dem Küstenstreifen am Mittelmeer nach israelischen Angaben mindestens 212 Geiseln gefangen, die sie seit ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober verschleppt hat. Hunderttausende Palästinenser sind in Erwartung einer israelischen Bodenoffensive inzwischen in den Süden geflohen.
Hamas-Ministerium: Seit Kriegsbeginn mehr als 4.651 Tote in Gaza
14.29 Uhr: Die Zahl der getöteten Palästinenser im Gazastreifen ist seit Kriegsbeginn nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums auf 4.651 angestiegen. Darunter sollen 1.873 Jugendliche sowie 1.023 Frauen sein, wie ein Sprecher am Sonntag in Gaza mitteilte. Die Zahlen waren zunächst nicht unabhängig zu überprüfen. 14.245 Palästinenser wurden demnach verletzt.
Weiterer Hilfskonvoi erreicht Grenzübergang Rafah
13.50 Uhr: Auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs Rafah ist Beteiligten zufolge ein weiterer Konvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen eingetroffen. Rund 17 Lastwagen hätten den Kontrollpunkt erreicht, berichten Personen aus Kreisen von Sicherheitskräften und Hilfsorganisationen. Am Samstag hatte ein erster Konvoi seit Kriegsbeginn von 20 Lastwagen diesen Übergang passiert. Früheren Angaben der UN zufolge werden im Gazastreifen täglich mindestens 100 Lastwagen mit Hilfsgütern benötigt. Vor Kriegsbeginn waren es durchschnittlich 450 Lastwagen am Tag gewesen.