
Tag 654: Die Grenze zwischen Polen und der Ukraine ist für Lkw erneut blockiert. In Kupiansk sollen russische Truppen Fortschritte machen. Alle Infos im Newsblog.
Das Wichtigste im Überblick
Grenze zwischen Polen und Ukraine erneut blockiert
3 Uhr: Der Verkehr am Grenzübergang Dorohusk-Yahodyn an der polnisch-ukrainischen Grenze ist erneut blockiert, wie Andrii Demchenko, Sprecher des staatlichen Grenzschutzdienstes, gegenüber der Onlineplattform Ukrainska Pravda am Montababend
erklärte. Zuvor hatte der ukrainische Infrastrukturminister Oleksandr Kubrakow bekannt gegeben, dass die Blockade des Grenzübergangs aufgehoben worden sei und die Lastwagen wieder die Grenze passieren könnten.Dorohusk-Yahodyn ist einer von vier Kontrollpunkten, die seit November von polnischen Lkw-Fahrern aus Protest gegen die Liberalisierung der Transitregeln für ukrainische Spediteure durch die EU blockiert wurden.Demchenko bestätigte gegenüber der Ukrainska Pravda, dass um 20 Uhr Ortszeit auf der polnischen Seite des Kontrollpunkts ein Lastwagen stand, der den Verkehr blockierte und die Überfahrt von Lastwagen in die Ukraine verhinderte.
Ukraine: Russland versucht Blockade von Kupiansk
2.44 Uhr: Russland versucht nach Angaben der Ukraine, das Dorf Synkiwka in der Oblast Charkiw einzunehmen. Die Truppen wollen offenbar, den Weg für die Blockade des nahe gelegenen Kupiansk zu ebnen, berichtete der Kommandeur der ukrainischen Bodentruppen, Oleksandr Syrskyj, laut “Kyivindependent”. Moskau habe seit dem Sommer eine Truppen an der Achse Kupiansk-Lyman in der Nordostukraine konzentriert, und es sei häufig zu schweren Gefechten und Beschuss gekommen. Weiter entlang der Kupiansk-Lyman-Achse versuchen Moskaus Truppen dem Bericht zufolge, die ukrainischen Verteidiger hinter den Fluss Chornyi Zherebets und aus dem Serebrianskyj-Wald zu drängen.
Selenskyj trifft Chefin des Währungsfonds
1.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei seinem Besuch in der US-Hauptstadt Washington am Montag auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, getroffen. Sie sagte, der Ukraine sei es mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft gelungen, “eine solide Wirtschaftspolitik umzusetzen und aufrechtzuerhalten”. Die ukrainischen Behörden zeigten Engagement, wichtige Fragen der Staatsführung und der Korruption anzugehen. Dies sei ein Beleg für die Führungsstärke Selenskyjs.
Militärexperte Keupp: “Putin bleiben noch rund 100 Tage”
Unternehmen wollen Entschädigung für Russland-Verluste
20.22 Uhr: Das weggefallene Russlandgeschäft hat einigen Unternehmen hohe Verluste eingebracht. Jetzt wollen sich weitere Firmen dafür vom Bund entschädigen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Austin bei Selenskyj-Besuch: “Amerika muss sein Wort halten”
19.36 Uhr: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten in der US-Hauptstadt Washington die anhaltende Unterstützung der USA für die Ukraine im russischen Angriffskrieg bekräftigt. “Wir sind entschlossen, der Welt zu zeigen, dass Amerika bei der Verteidigung der Freiheit nicht zögern wird”, sagt Austin bei einer Rede an einer Universität, an der militärische Führungskräfte ausgebildet werden. Angesichts des Ringens im US-Kongress um die Freigabe weiterer Militärhilfen mahnt er: “Die Verpflichtungen Amerikas müssen eingehalten werden. Die Sicherheit Amerikas muss verteidigt werden. Und Amerika muss sein Wort halten.”Selenskyj sagt, der russische Präsident Wladimir Putin kämpfe gegen die Ukraine, aber richte sich in Wirklichkeit gegen das gesamte freie und vereinte Europa. Die Ukraine werde nicht aufgeben. “Sie können auf die Ukraine zählen, und wir hoffen, dass wir auch auf Sie zählen können.” Wenn die freie Welt zögere, dann freuten sich Diktaturen. Selenskyj wird am Dienstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen.