Krieg | Deutschland schickt Leopard-Panzer und Munition in die Ukraine

Newsblog zum Ukraine-Krieg Deutschland schickt Leopard-Panzer und Munition in die Ukraine

Von t-online, dpa, afp, ReutersAktualisiert am 30.08.2023 – 23:28 UhrLesedauer: 31 Min.Rauch steigt auf: In der nördlich gelegenen Stadt Pskow hat es einen Angriff auf den dortigen Militärflugplatz gegeben. (Quelle: t-online)Tag 553: Bei heftigem Beschuss auf Kiew sterben zwei Menschen. Die Ukraine greift einen russischen Flugplatz an. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

Angriffe auf die Halbinsel Krim berichtet

23.12 Uhr: Die Flugabwehr auf der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim hat nach örtlichen Angaben am späten Mittwochabend einen ukrainischen Marschflugkörper abgeschossen. Das teilte der russische Verwaltungschef der Krim, Sergej Aksjonow, auf seinem Telegram-Kanal mit. Ähnlich äußerte sich das Verteidigungsministerium in Moskau.Betroffen war demnach der Osten der Halbinsel bei der Stadt Feodossija. Teile der Lenkrakete hätten eine Stromleitung getroffen, sagte ein Mitarbeiter Aksjonows. Die offiziellen Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar. Im Internet verbreiteten sich Fotos, die angeblich Brände in der Region zeigten.

Sechs Tote bei Absturz ukrainischer Militärhubschrauber

21.44 Uhr: Beim Absturz zweier ukrainischer Militärhubschrauber sind nach Armeeangaben alle sechs Männer an Bord getötet worden. Die Helikopter vom Typ Mi-8 seien aus ungeklärter Ursache nahe Kramatorsk in der Ostukraine verunglückt, sagte ein Sprecher der ukrainischen Heeresflieger am Mittwoch im Fernsehen. Die Leichen seien in den Wracks der völlig zerstörten Maschinen gefunden worden.Wegen der Absturzursache werde ermittelt. Nach Angaben aus militärnahen Kreisen waren die Hubschrauber am Dienstag auf einem Einsatzflug gewesen. Es war aber nicht von einem Abschuss die Rede.

Ukrainische Piloten lernen in Dänemark die F-16 fliegen

21.31 Uhr: Mehrere ukrainische Militärpiloten können nach Angaben des Oberkommandierenden Walerij Saluschnyj in Dänemark mit der Ausbildung auf dem Kampfjet F-16 beginnen. Das teilte Saluschnyj am Mittwoch nach einem Telefonat mit dem Befehlshaber der dänischen Streitkräfte mit. Nach dänischen Angaben hätten die Piloten die Vorbereitung erfolgreich absolviert und könnten mit der eigentlichen Flugausbildung anfangen.Zugleich wollten Kopenhagen und Kiew die Logistik vorbereiten, um die F-16 künftig in der Ukraine warten und reparieren zu können, schrieb Saluschnyj auf Telegram. Dänemark wird der Ukraine 19 seiner F-16-Jets übergeben. Weitere dieser in den USA gebauten Kampfflugzeuge sollen aus den Niederlanden und Norwegen kommen. Allerdings werden die F-16 wohl erst im kommenden Jahr die ukrainischen Streitkräfte in ihrem Kampf gegen die russische Invasion verstärken.

Deutschland schickt Leopard-Panzer und Munition in die Ukraine

20.42 Uhr: Deutschland hat der von Russland angegriffenen Ukraine weitere zehn Kampfpanzer vom Typ Leopard 1 A5 zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden weitere 13,1 Millionen Schuss Munition für Handfeuerwaffen geliefert. Das geht aus der Liste der Bundesregierung zu militärischen Hilfen für die Ukraine hervor, die wie jede Woche am Mittwoch aktualisiert wurde.Zur aktuellen Lieferung zählt ein Luftraumüberwachungsradar vom Typ TRML-4D, das mit dem Flugabwehrsystem Iris-T zum Einsatz kommt. Deutschland schickte auch ein Feldhospital, vier Schwerlastsattelzüge und 16 Aufklärungsdrohnen vom Typ Vector.Nach anfänglichem Zögern ist die Bundesrepublik mittlerweile einer der größten militärischen Unterstützer der Ukraine, die seit 18 Monaten eine russische Invasion abwehrt. Noch nicht entschieden hat die Bundesregierung über den dringenden Wunsch Kiews nach Taurus-Marschflugkörpern.

Sicherheitsexperte warnt: “Man weiß inzwischen, was das bedeutet”

Russland will mit Türkei über Alternative zu Getreideabkommen sprechen

18.15 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein türkischer Amtskollege Hakan Fidan wollen bei ihrem Treffen in dieser Woche einen Vorschlag Moskaus für eine Alternative zum Schwarzmeer-Getreideabkommen besprechen. Der Plan sehe vor, dass Russland mit finanzieller Unterstützung aus Katar eine Million Tonnen Getreide zu einem ermäßigten Preis in die Türkei liefere, die dort verarbeitet und an die bedürftigsten Länder weitergeleitet würden, teilte das russische Außenministerium am Mittwoch mit. Russland betrachte dieses Projekt als optimale Alternative zum Schwarzmeer-Abkommen.