Krieg | Musk sabotierte offenbar ukrainischen Drohnenangriff


Tag 563: Ein ukrainischer Oligarch wird wegen Betrugs angeklagt. Laut dem Nato-Generalsekretär macht die Ukraine Fortschritte bei ihrer Gegenoffensive. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

Blinken spricht mit Rumänien über Drohnentrümmer

1.25 Uhr: Der amerikanische Außenminister Antony Blinken hat mit seiner rumänischen Amtskollegin Luminita Odobescu über die Trümmer einer russischen Drohne auf rumänischem Staatsgebiet gesprochen. Wie das US-Außenministerium mitteilt, ging es in dem Telefonat um Rumäniens Untersuchung rund um die Drohnentrümmer, die an der Grenze zur Ukraine gefunden wurden.Blinken und Odobescu hätten auch über die weitere Zusammenarbeit zur Aufrechterhaltung der Luftraumsicherheit gesprochen. Dabei sei es um eine bevorstehende Verstärkung der NATO-Luftraumsicherheitsmission in Rumänien mit Hilfe von amerikanischen F-16 Kampfjets gegangen, erklärte das Außenministerium. Die rumänische Ministerin wies am Donnerstag die ukrainische Darstellung zurück, russische Drohnen seien in dem NATO-Mitgliedsland niedergegangen und explodiert.

Medien: Sunak will von Indien mehr Einsatz bezüglich Russland

0.45 Uhr: Der Financial Times (FT) zufolge will der britische Premierminister Rishi Sunak seinen indischen Amtskollegen Narendra Modi zu mehr Einsatz in Bezug auf Russland und dem Krieg des Landes gegen die Ukraine aufrufen. Wie das Blatt berichtet, hat Sunak vor, Modi auf dem bevorstehenden G20-Gipfel aufzufordern, seinen Einfluss auf Russland besser zu nutzen, um endlich den Krieg zu beenden.

Ukrainischer Oligarch wegen Betrugsverdachts angeklagt

0.05 Uhr: Nach seiner Festnahme vor wenigen Tagen ist der ukrainische Oligarch Ihor Kolomojskyj wegen Betrugsverdachts angeklagt worden. Die Ermittler hätten den früheren Unterstützer von Präsident Wolodymyr Selenskyj darüber informiert, dass er verdächtigt werde, Gelder einer Bank in Höhe von mehr als 9,2 Milliarden Hrywnja (233 Millionen Euro) veruntreut zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag.Ohne Kolomojskyj namentlich zu nennen, verwies die Staatsanwaltschaft in ihrem Schreiben auf den “ehemaligen Leiter der Region Dnipro” und Begünstigten der PrivatBank zum Zeitpunkt der Tat im Jahr 2015. Die Anklageschrift sei dem Gericht übermittelt worden, hieß es weiter. Demnach müssen sich außer Kolomojskyj fünf weitere Verdächtige in dem Fall vor Gericht verantworten.Kolomojskyj war am Sonntag wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche festgenommen worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge arbeitete er zwischen Januar und März 2015 “einen Plan zur Beschlagnahme von Geldern” der PrivatBank aus, der größten Bank der Ukraine. Der Milliardär war vor der Verstaatlichung der PrivatBank im Jahr 2016 Miteigentümer der Bankengruppe. Die ukrainische Zentralbank hatte ihn zuvor beschuldigt, vor der Verstaatlichung 5,5 Milliarden US-Dollar (5,1 Milliarden Euro) aus der PrivatBank abgeschöpft zu haben.

UN: Arbeiten an Garantien zur Wiederherstellung des Getreide-Deals

23.20 Uhr: Die Vereinten Nationen (UN) arbeiten nach eigenen Angaben an Garantien zur Wiederherstellung des Getreide-Abkommens über das Schwarze Meer. Man bemühe sich “aktiv” um eine Verbesserung der russischen Getreide- und Düngemittel-Exporte, sagt Generalsekretär Antonio Guterres in Jakarta. Damit solle Moskau überzeugt werden, den sicheren Schwarzmeer-Export von ukrainischem Getreide wieder zuzulassen. “Wir brauchen eine Garantie, dass die Russische Föderation in der Lage ist, die noch bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden, auch wenn viele davon gelöst sind, und gleichzeitig Garantien, dass wir die Schwarzmeer-Initiative wiederherstellen können”, sagte er.

USA beschließen weiteres Hilfspaket für Ukraine

21.56 Uhr: Die USA stellen der Ukraine zur Abwehr des russischen Angriffskriegs erneut Militärhilfe zur Verfügung. Das US-Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag in Washington mit, das neue Paket habe einen Umfang von rund 600 Millionen US-Dollar (rund 560,9 Millionen Euro). Es beinhalte unter anderem Munition für die Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars, Artilleriemunition und Minenräumgerät. Die Ausrüstung wird den Angaben zufolge bei der Industrie beschafft. Bereits am Vortag hatten die USA – parallel zu dem Besuch von US-Außenminister Antony Blinken in Kiew – Militärhilfe im Umfang von 175 Millionen Dollar (rund 163 Millionen Euro) angekündigt.Nach Ministeriumsangaben haben die USA seit dem Kriegsbeginn Ende Februar 2022 militärische Hilfe im Umfang von mehr als 43,7 Milliarden US-Dollar (rund 40,9 Milliarden Euro) für Kiew bereitgestellt oder zugesagt