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Das Wichtigste im Überblick

Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Newsblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:

Wohl zwei Palästinenser bei Zusammenstößen nahe Hebron getötet

19.50 Uhr: Bei einem Einsatz des israelischen Militärs im Westjordanland sind am Montag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein Mann und eine Frau getötet worden. Weitere zehn Menschen sollen bei den Zusammenstößen in der Ortschaft Dura nahe der Stadt Hebron Verletzungen erlitten haben.Die israelische Armee gibt bekannt, dass es in Dura zu einem gewalttätigen Aufruhr gekommen sei, in dessen Verlauf rund 100 Palästinenser Brandsätze und Steinblöcke gegen israelische Soldaten geschleudert hätten. Die Armee bestätigt den Tod eines Palästinensers, der einen Molotow-Cocktail geworfen haben soll.Die Soldaten setzten sowohl nicht-tödliche Waffen als auch Schusswaffen ein. Mehrere Menschen in der Menge seien getroffen worden. In dem Zusammenhang habe man Kenntnis auch über den Tod einer Frau erhalten, hieß es in der Mitteilung. Der Zwischenfall werde noch untersucht.

Hamas-Terroristen melden Tod zweier weiterer Geiseln

19.35 Uhr: Die radikalislamische Terrororganisation Hamas hat den Tod von zwei weiteren im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln verkündet. Sie seien bei israelischen Bombenangriffen getötet worden, teilt der bewaffnete Arm der Terrororganisation mit. Die Hamas veröffentlicht ein Video, in dem eine junge Frau, die ebenfalls als Geisel gefangengehalten wird, den Tod der beiden Männer bekannt gibt.Die Hamas hatte am Sonntag ein Video veröffentlicht, in dem die Frau und ihre beiden noch lebenden Mitgefangenen zu sehen waren. Darin forderten die drei Geiseln die israelische Regierung auf, sich für ihre Freilassung einzusetzen. Unklar war, wann die beiden Videos aufgenommen wurde.Israelischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei der jungen Frau um die 26-jährige Noa Argamani, die beim Hamas-Angriff auf ein Musikfestival in der Negev-Wüste entführt worden war. Die beiden Männer wurden in Berichten als der 53-jährige Yossi Sharabi und der 38 Jahre alte Itay Svrisky identifiziert. Sie waren demnach aus dem Kibbuz Beeri verschleppt worden.

Verteidigungsminister: “Intensive Phase” der Kämpfe in Nord-Gaza beendet

19.23 Uhr: Die “intensive Phase” des israelischen Militäreinsatzes im Norden des Gazastreifens ist laut Verteidigungsminister Joav Galant beendet. Auch im Süden des Palästinensergebiets werde die Intensität der Kämpfe “bald” zurückgehen, so Galant. Dabei bezog sich der Minister vor allem auf das Gebiet um Chan Yunis. Die israelischen Truppen fokussierten sich dort derzeit auf den “Kopf der Schlange”, sagt Galant. Damit bezieht er sich auf die Führungsebene der Terrororganisation Hamas.Der Gazastreifen wird den Worten Galants zufolge nach dem Ende des Krieges zwischen Israel und der Hamas von Palästinensern regiert werden. “Palästinenser leben im Gazastreifen und daher werden Palästinenser ihn in Zukunft regieren”, sagt Galant. “Die künftige Regierung in Gaza muss aus dem Gazastreifen hervorgehen”.

Mutmaßlicher Anschlag in Tel Aviv: Eine Tote, mindestens 17 Verletzte

18.09 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Tel Aviv ist die Zahl der Verletzten gestiegen. Mindestens 17 Menschen wurden verletzt. Eine Frau wurde bei dem Vorfall getötet. Nach Angaben der israelischen Polizei werden zwei Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland verdächtigt, ein Auto gestohlen und an mehreren Orten in Raanana Passanten angefahren zu haben. Beide wurden festgenommen.Laut dem israelische Polizeichef Kobi Shabtai sind die beiden mutmaßlichen Täter verwandt und stammen aus der Stadt Hebron im Westjordanland. Sie gelangten demnach illegal an die verschiedenen Tatorte. Der Inlandsgeheimdienst Schin Beth teilt mit, dass er die beiden Verdächtigen im Alter von 25 und 44 Jahren verhöre.

Grünen-Chefin Lang verlangt von Israel mehr Schutz für Zivilisten

16.49 Uhr: Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang hat an Israel appelliert, mehr für den Schutz von Zivilisten im Gazastreifen zu tun. “Der Terror muss aufhören. Die Hamas muss ihre Waffen niederlegen und Israel muss mehr tun, um Zivilisten zu schützen und den humanitären Zugang zu verbessern”, sagt Lang. Anders als Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich die Parteiführung der Grünen bislang mit Forderungen an die israelische Regierung im Gaza-Krieg sehr zurückgehalten.