Russische Kampfjetpiloten sterben bei Testflug


Tag 535: Fotos und Videos zeigen starke Rauchentwicklung an der Krim-Brücke. Ein ukrainischer Geheimdienstchef kündigt mehr Drohnenangriffe auf Moskau an. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

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Russland meldet Abwehr zig ukrainischer Luftangriffe

17.31 Uhr: Die russische Luftabwehr hat am Samstag die Abwehr umfangreicher ukrainischer Angriffe auf die Krim-Brücke und die von Russland annektierte Halbinsel Krim gemeldet. Es seien S-200-Raketen abgefangen worden, die die Brücke über die Meerenge von Kertsch zwischen der Krim und Russland treffen sollten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Wegen der Angriffe sei die 19 Kilometer lange Brücke zweimal für den Verkehr gesperrt worden. Das Außenministerium kündigte Vergeltung für die “terroristischen Angriffe” an. Auf Bildern, die am Samstag in den russischen sozialen Medien kursierten, schien die Brücke in Rauch gehüllt zu sein. Reuters konnte die Bilder nicht verifizieren.Die Verteidigungsministerium teilte außerdem mit, am Samstag seien 20 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, die Ziele auf der Krim zerstören sollten. Es habe keine Verletzten und keine Schäden gegeben, berichtete das Ministerium auf Telegramm. Demnach wurden 14 Drohnen durch Luftabwehrsysteme zerstört und sechs durch elektronische Kampfführung ausgeschaltet. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht verifizieren.Die Ukraine bekennt sich fast nie öffentlich zu solchen Angriffen, hat aber erklärt, die Zerstörung der militärischen Infrastruktur Russlands sei für ihre Gegenoffensive entscheidend.

Russisches Kampfflugzeug wohl über Kaliningrad abgestürzt

14.05 Uhr: In der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad ist offiziellen Angaben zufolge ein russisches Kampfflugzeug bei einem Trainingsflug abgestürzt. “Die Besatzung des Flugzeugs kam ums Leben”, teilte das russische Verteidigungsministerium am Samstag laut Agentur Interfax mit. Um wie viele Insassen es sich handelte, war zunächst unklar. Auch die genaue Absturzstelle wurde nicht genannt.Die Maschine vom Typ Suchoi Su-30 sei über unbewohntem Gebiet geflogen, als technische Probleme aufgetreten seien, hieß es. Laut des Militärbezirks sei der Flug ohne Munition durchgeführt worden.Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sind russische Kampfjets bereits mehrfach auf eigenem Staatsgebiet wegen technischer Probleme ab. Der folgenschwerste Vorfall dieser Art ereignete sich im Oktober 2022, als ein Jagdbomber vom Typ Su-34 in ein Wohnhaus in der südrussischen Stadt Jejsk stürzte. Dabei wurden mehr als ein Dutzend Menschen getötet.

ISW: Ukraine macht “taktisch bedeutsame Fortschritte”

13.50 Uhr: Die Ukraine kann bei ihrer Gegenoffensive offenbar weitere Erfolge verzeichnen. Das berichtet das US-amerikanische “Institute for the Study of War” in einer Analyse. Demnach konnten die ukrainischen Streitkräfte den nördlichen Stadtrand der Kleinstadt Robotyne erreichen, der sich südöstlich der Stadt Saporischschja befindet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Offenbar Rauchwolken über der Krim-Brücke

12.34 Uhr: An der Brücke von Kertsch zwischen dem russischen Festland und der völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat es erneut Explosionen gegeben. Die russische Luftabwehr habe am Samstagmittag zwei feindliche Raketen abgeschossen, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Halbinsel, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. “Die Krim-Brücke ist nicht beschädigt”, schrieb er. Unabhängig überprüfen ließ sich das zunächst nicht. Der Autoverkehr über das 19 Kilometer lange Bauwerk wurde vorübergehend eingestellt.