
Tag 585: London will Soldaten auch in der Ukraine ausbilden. Moskau setzt weiter auf Söldner. Alle Infos im Newsblog.
Das Wichtigste im Überblick
ISW: Russischer Kommandeur offenbar entlassen
8.51 Uhr: Ein russischer Kommandeur ist offenbar entlassen worden, nachdem Beschwerden über diesen bekannt geworden seien. Das berichtet das US-amerikanische Institute for the Study of War unter Berufung auf russische Militärblogger. Demnach handele sich um den Kommandeur der 205. motorisierten Schützenbrigade.Die Beschwerden seien von ultranationalistischen Bloggern gekommen. Deshalb deute die Absetzung darauf hin, dass russische Ultranationalisten unter den Bloggern weiter in der Lage seien, Druck auf die russische Militärführung auszuüben, schreibt das ISW weiter –Derartige Reaktionen im breiteren russischen Informationsraum waren seit dem Aufstand der Wagner-Gruppe vom 24. Juni deutlich zurückgegangen.
Ukraine: Haben 16 von 30 russischen Drohnen abgeschossen
8.40 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht 16 von etwa 30 russischen Drohnen abgeschossen. Der Angriff habe der zentralukrainischen Region Tscherkassy gegolten, teilten die Behörden mit. Es habe Treffer bei industrieller Infrastruktur in der Stadt Uman gegeben, erklärte Provinzgouverneur Ihor Taburez auf der Nachrichtenplattform Telegram. In Lagerhäusern für Getreide sei Feuer ausgebrochen.
Nach Ölpipeline-Feuer in Ukraine: Mehrere Verletzte
8.01 Uhr: Nach dem großflächigem Brand an einer Ölpipeline im Westen der Ukraine ist die Zahl der verletzten auf neun gestiegne. Das teilte die örtliche Gouverneurin mit. Demnach ereignete sich der Brand nahe des Dorfes Strymba in der Region Iwano-Frankiwsk, als ein Rohr an einer Stelle brach. Das Feuer konnte noch am Samstag gelöscht werden.In den Onlinenetzwerken geteilte Aufnahmen zeigten dicke schwarze Rauchwolken über einem Dorf. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Örtliche Medien berichteten von einer starken Explosion. Der Brandort liegt Hunderte Kilometer vom Kampfgeschehen zwischen russischen und ukrainischen Truppen im östlichen Teil des Landes entfernt.
Recherche zeigt russisches Militärdepot – viele Panzer fehlen
7.33 Uhr: Eine Recherche mittels Satellitenbildern will belegen, dass die Panzerbestände Russlands deutlich zurückgehen. Ein entsprechendes Depot für einsatzbereite Panzer in Westrussland leere sich zunehmend, heißt es in der Recherche ukrainischer Unterstützer auf der Nachrichtenplattform X, vormals Twitter. Der Kanal “Saint Javelin” behauptet, dass während 2021 noch etwa 700 einsatzbereite Panzer, darunter das Modell T80UD, auf dem Militärgelände in Westrussland deponiert gewesen seien, seien es im Februar 2023 nur noch 575 – und im September 2023 nur noch etwa 300.Der X-Kanal postet dazu entsprechende Fotos der Militärbasis der 22. Zentralen Panzerreserve und beruft sich auf Einschätzungen sogenannter OSINT-Spezialisten, die die frei zugänglichen Satellitenbilder auswerten. Der Standort sei einer der größten seiner Art in Russland, schreibt “Saint Javelin”. Sogar wartungsanfällige Panzer seien von ihren Standorten verschwunden, heißt es weiter. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden, auch nicht, ob die Panzer tatsächlich im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. Russland gibt nicht bekannt, wie viele Panzer es im Krieg einsetzt. Größere Verluste seiner Panzer an der Front hatte Russland in der Vergangenheit stets abgestritten.
US-Shutdown abgewendet – Senatoren fordern Ukraine-Lösung
3.15 Uhr: Ein Shutdown der US-Regierungsbehörden ist in der Nacht nach Abstimmungen im US-Repräsentantenhaus abgewendet worden – mit einer Zwischenlösung. Diese seit aber keine Geld für die Ukraine vor. Einige US-Senatoren fordern deshalb Nachbesserungen. Man begrüße die Entscheidung. “Dennoch lässt dieses Abkommen eine Reihe dringender Prioritäten offen. Wir gehen davon aus, dass der Senat in den kommenden Wochen daran arbeiten wird, sicherzustellen, dass die US-Regierung der Ukraine weiterhin wichtige und nachhaltige Sicherheits- und Wirtschaftsunterstützung bietet.”