Ukraine-Krieg im Newsblog | So half Iris Berben einer Familie aus der Ukraine


Tag 566: Präsident Selenskyj fordert mehr Konzentration auf das Kriegsgeschehen. Ein deutscher Waffenhersteller erhält einen Milliardenauftrag. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

Iris Berben nahm ukrainische Flüchtlingsfamilie auf

1.54 Uhr: Die Schauspielerin Iris Berben (73) hat neun Monate lang eine dreiköpfige Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine beherbergt. Inzwischen habe sie für die Mutter und deren dreijährigen Sohn sowie deren Großmutter eine kleine Wohnung gefunden, sagte Berben am Montagabend beim Ständehaus Treff der “Rheinischen Post” in Düsseldorf. Die Familie habe sie nicht bei sich zuhause, sondern in ihrer Wohnung in Potsdam untergebracht. Gefunden habe sie die Flüchtlingsfamilie über ihre langjährige ukrainische Maskenbildnerin.Die Wege, um geflüchteten Menschen zu helfen, seien in Deutschland “sehr, sehr mühsam”, sagte Berben. Viele Geflüchtete wollten arbeiten, integriert werden und auch in der Gesellschaft mithelfen. “Und es wird schon auch extrem kompliziert gemacht.”

Betreiber: Verkehrsunterbrechung auf der Krim-Brücke

1.17 Uhr: Der Verkehr auf der Krim-Brücke ist vorübergehend eingestellt, teilt der von Russland eingesetzte Betreiber der Brücke mit. Einen Grund für die Aussetzung nennt die Verwaltung in der Mitteilung auf ihrem Telegram-Kanal nicht. Die Krim-Brücke war in den

Selenskyj fordert stärkeren Fokus auf Kriegsgeschehen

1.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Ukrainer auf, sich auch 18 Monate nach Beginn der russischen Invasion voll und ganz auf die Kriegsanstrengungen zu konzentrieren. “Obwohl heute der 565. Tag dieses Krieges ist, muss jeder Einzelne wie in den ersten Tagen auf die Verteidigung des Staates konzentriert sein”, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft am Montag.”Russland hofft nicht auf den Sieg. Der Feind hofft nur, dass wir dem Ganzen nicht standhalten werden. Die Ukraine muss standhaft bleiben. Alles, was uns stärkt, ist eine Priorität, die einzige Priorität. Es darf keine Nachlässigkeit geben. Wir werden niemandem erlauben, die Ukraine zu schwächen.”

Estland und Lettland kaufen deutsches Luftabwehrsystem Iris-T

0.44 Uhr: Estland und Lettland haben den Kauf des deutschen Luftabwehrsystems Iris-T besiegelt. “Das ist bei weitem die größte Verteidigungsinvestition in der Geschichte Estlands”, sagte der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur am Montag vor Reportern. Demnach hat der Auftrag einen Wert von rund einer Milliarde Euro. “Der barbarische Krieg Russlands in der Ukraine hat gezeigt, dass die Luftverteidigung entscheidend ist, um Streitkräfte und wichtige Infrastruktur vor Luftangriffen zu schützen.”Die Vertragsunterzeichnung fand beim deutschen Hersteller Diehl im bayerischen Rothenbach bei Nürnberg statt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte, er freue sich sehr, dass Estland und Lettland sich für die Anschaffung des Iris-T SLM entschieden hätten. Dies werde die europäische Luftverteidigung stärken.Pevkur und seine lettische Kollegin Inara Murniece unterzeichneten bei ihrem Besuch in Deutschland auch eine Absichtserklärung über eine zukünftige Beteiligung an der von Deutschland initiierten Luftraumverteidigung “European Sky Shield”, wie Diehl mitteilte.Bislang haben sich unter der Leitung Deutschlands 19 europäische Staaten zu der “European Sky Shield”-Initiative zusammengeschlossen. Ziel des im vergangenen Jahr nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ins Leben gerufenen Schutzschirms ist es, Lücken bei der Luftverteidigung zu schließen.

Nach Treffen mit Baerbock: Selenskyj zeigt sich zuversichtlich

0.03 Uhr: Nach dem Treffen mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in Kiew hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Bezug auf weitere deutsche Militärhilfe zuversichtlich gezeigt. “Es ist wichtig, dass Partner die Bedürfnisse unseres Staates und unserer Soldaten sowie über den Schutz unserer Energieinfrastruktur hören”, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Montag. “Ich bin zuversichtlich, dass es Ergebnisse geben wird.”Dienstag, 12. September 2023Loading…Embed

USA warnen Nordkorea vor Waffenlieferungen an Russland

20.59 Uhr: Die USA behalten sich angesichts der geplanten Gespräche über Waffenlieferungen zwischen Machthaber Kim Jong Un und Präsident Wladimir Putin weitere Sanktionen vor. “Jedes Übertragen von Waffen von Nordkorea an Russland wäre eine Verletzung mehrerer Resolutionen des UN-Sicherheitsrats”, sagte Matthew Miller, der Sprecher des US-Außenministeriums, am Montag. Die USA würden nicht zögern, gegen beide Länder neue Sanktionen zu verhängen.